Gegensätze

DAS GEHEIME WISSEN

Um sich diesem Gebäude in gebührender Weise anzunähern, ist die Berück­sichti­­gung von Fakten vonnöten, welche dem heutigen Betrachter nebensächlich erscheinen mögen. Aber es sind gerade diese Gegensätzl­ich­keiten, welche als Zeichen von Gesetzmäßigkeiten verstanden werden können. Diese waren von Anfang so geplant, weil sie ja nur für „Eingeweihte“ bestimmt und auch während der Glanzzeit des Schlosses nicht an die Öffentlichkeit gedrungen waren. Dieses Wissen wurde von Graf Theodor von Sinzendorf, der das Schloss in diesem Sinne ausgebaut, „zum Funktionieren“ gebracht hatte, auch nicht an seine Verwandten, welche es von ihm ererbten, weitergegeben: In der Aufklärung wurde es, auch im Sinne des geänderten Zeitgeschmacks schlicht und einfach – vergessen.1
Bei meinen langjährigen Beschäftigungen mit den über vierzig Räumen des Schlosses erkannte ich, dass es zwei Bereiche aufweist, welche unterschied­lichen Funktionen zugeord­net werden: Einmal den profanen Bereich, dessen Räume zur Aufrecht­er­haltung des Alltags­le­bens dienen, der keine weiteren Besonder­heiten aufweist. Dazu zählen die Wohnung des Verwalters und die Schlosskü­che im Erdgeschoß sowie die Gästezimmer, die Zimmer des Personals und die Stauräume in den oberen Geschoßen.
Zum Zweiten gibt es jenen Bereich, der durch besondere geometrische, figurale oder graphische Merkmale ausgezeichnet ist und damit als rituell zu be­zeichnen ist.

DAS ORDNUNGSGEFÜGE

Die Besonderheit des Schlosses liegt in seiner Gestaltung, mit denen Gegensätze und Strukturen eingeführt werden. Es stellt sich als eines der dichtesten Gedanken­gebäude dar, die je errichtet wurden. Hier hat sich trotz oder gera­de wegen der über 250 Jahre wäh­­ren­den Periode des Ver­falls etwas erhalten, das als eines der Höhe­punk­te barocken Sys­temdenkens zu betrachten ist: Das Raum­programm. Darunter verstehe ich die Tatsache, dass sich Bereiche des Schlosses Grundbe­grif­fen zuordnen lassen, welche im Sinne des Schlosses als Spiegelbild des Kosmos miteinander vernetzt sind.

Zitat Verborgene Struktur
Ventris war fähig, in der verwirrenden Vielfalt der Zeichen dieser Schrift Schemata aus­zu­ma­chen… welche die verborgene Struktur enthüllten. Diese Begabung, eine Ordnung in der schein­baren Unordnung zu erfassen, ist das Zeichen der großen Männer bei all’ ihren Erfolgen. John Chadwick über Michael Ventris; in: Georges Jean, Die Geschichte der Schrift, Ravensburg 1991: Seite 125 – Die Revolution des Alphabets.

Zitat Welt als Netzwerk
Ein weiterer gemeinsamer Nenner zwischen mythischem und alchemistischem Denken ist der Glaube, die Welt sei ein Netzwerk miteinander verknüpfter Symbole. Ein Objekt ist niemals nur das Objekt, das man gerade sieht, sondern zugleich auch ein Zeichen für viele andere Dinge.
Aus: Allison Coudert, Der Stein der Weisen, die geheime Kunst des Alchemisten
(Alchemy: The Philosopher‘s Stone) Wien 1980 Seite 135

Es gibt Ordnungsgefüge, mit denen sich der Mensch seit eh und je in Raum und Zeit zurechtfindet, und auf die im Gebäude Bezug genommen wird:

Liste der Ordnungsbezüge

RAUM, der den Ort bestimmt.
BILD, das eine bestimmte Aussage beinhaltet.
RICHTUNG, mit der eine Orientierung festlegt wird.
ZAHL, mit der eine Summe erfasst wird.
ENTSPRECHUNG, mit der Beziehungen hergestellt werden.
FOLGE, mit der sich eine Reihung ergibt.

Es ist hier insbesondere auf die Bedeutung der Mathematik einzugehen. Man muss sich das Schloss als Zahlengebäude vorstellen, in dem bestimmten Zahlen eine bestimmte Bedeutung zugeschrieben wird. Die Anzahl der Fenster, Türen, und sonstigen Öffnungen, die Anordnung und Beziehung der Räume und ihrer Durchgänge bilden den Schlüssel zur Botschaft des Schlosses. Die moderne Geringschätzung für die Zahlen führt am Verständnis der mit ihnen verwirklichten Aussagen und Zusammenhänge vorbei.

Zitat Zahl als Grunderfahrung des Menschen
Das Zählen gehört zu den Grunderfahrungen des Menschen. Mit seiner Hilfe findet er sich in der ihn umgebenden Welt, in Raum und Zeit zurecht. Der Primitive kennt nur wenige Zahlen. Er orientiert sich an ihm geläufigen Merk­malen, wie den fünf Fingern der Hand. Allmählich wird der Zahlen-Raum größer, die Zahl wird vom Gegenstand abstrahiert. Bestimmte Zahlen behalten aber eine besondere Bedeutung, weil sie in der Umwelt in immer wiederkehrenden, als göttlich vorgestellten Mächtigkeiten begegnen. So kommt es schon sehr früh zu der Bildung von „heiligen Zahlen“.
Bo Reicke, Leonhard Rost: BIBLISCH-HISTORISCHES HANDWÖRTERBUCH 1966

Zitat Hooker – Der Neuplatonismus der Renaissance von Richard Hooker
Der philosophische Instinkt der italienischen Renaissance war es, Denksysteme zu synthetisieren, um eine gemeinsame, universelle Philosophie aufzufinden, die eine breite Palette menschlichen Denkens umfasst…
Der größte dieser Synthetiker war der neoplatonische Philosoph Pico della Mirandola, der Platonismus, Aristotelismus, die Stoa mit Hebräischen Denken, jüdischer Mystik, arabischer Philosophie und einer ganzen Reihe anderer Richtungen in ein einziges philosophisches System zu vereinigen suchte…
Die Grundlage von Platons Gedanken war, dass das Universum aus zwei Bereichen bestehe: einem Bereich der Erscheinung und einem der ewigen, abstrakten Formen. Während die Welt der Erscheinungen (die Welt, in der Sie und ich leben) sich ständig ändert und so keine Möglichkeit gesicherter Kenntnisse bietet, ist die Welt der Formen immer statisch … In diesem Reich der Formen (das griechische Wort ist „idea“), ist die höchste Ebene der Existenz und des Wissens die Mathematik, und die allerhöchste Form oder Idee ist die „Idee des Guten.“ …
Die bedeutendste und weitreichendste Erneuerung der Mittelplatoniker war die Ausformung der Ansicht, dass die ewigen Formen oder Ideen, welche der Welt der Erscheinungen zugrun­de liegen, die Gedanken eines einzigen Gottes oder einer Gottheit sind. Das heißt, dass alle abstrakten Kategorien und die ganze Mathematik näher an dem Gedanken Gottes sind als alles andere…
Der erste höchst einflussreiche Neuplatoniker der italienischen Renaissance war Nikolaus Cusanus, der eine reiche und komplexe Sicht des Universums und des menschlichen Wissens entwickelte. Zu seinen wichtigsten weit reichenden Anschauungen gehörte die Idee, dass mathematisches Wissen ein immer absolut sicheres Wissen darstellte; als solches waren die mathematischen Wissenschaften höher eingestuft als alle anderen Wissenschaften, einschließlich des qualitativen Empirismus von Aristoteles…
Vom Standpunkt der Religion war Ficino ein Synkretiker insofern als er glaubte, dass alle Religionen der Welt aufeinander bezogen werden könnten. Im Herzen jeder Religion stand der Glaube an den einen Gott, und die Vielfalt der Religionen war keine schlechte Sache, sondern ein Ausdruck der Komplexität und Schönheit Gottes eingebettet in all seinen unend­lichen Aspekten. Natürlich war das Christentum eine vollständigere Religion …
Die beiden für die westliche Kultur einflussreichsten Aspekte des Neuplatonis­mus waren ihre Betonung der Priorität und Gewissheit der Mathematik und Ficinos Lehre von der platonischen Liebe…
Nikolaus von Cusanus (1401-1464) erweiterte das platonische Argument, dass Mathematik eine Form von Gewissheit war, zur radikalen These, dass Mathematik die göttlichen Ideen vertrat … Die Neuplatoniker argumentierten, dass die physische Welt grundsätzlich mathematisch war und dass das Wissen dieser Mathematik den Zugang zum Göttlichen verschaffen würde…
Der bekannteste Vertreter dieser wissenschaftlichen Position war Johannes Kepler (1571 – 1630) und Galileo Galilei (1564-1642). Kepler … war überzeugt, dass die Mathematik des Universums die Wahrheit des Universums darstellte. Bis Kepler glaubten Astronomen und Astrologen, dass das qualitative Verständnis des Universums den Vorrang über das quantitative Verständnis des Universums ausübte …. Auch wenn das ptolemäische Universum mathematisch nicht viel Sinn ergab, erreichte es seinem Zweck, indem es die Mathematik für die erfolgreiche Voraussage der Himmelkörper lieferte…. Die grundlegende Wahrheit des Universums, so wie sie Galileo sah, war mathematisch. Nur wenn unser Verständnis des Universums der Mathematik des Universums entsprach können wir sagen, dass wir das Universum verstehen.
©1997 Richard Hooker – The Renaissance Neo-Platonism Washington State University 1997 (Übersetzung Horst Wächter)

DIE BEREICHE

Die beiden Pfeiler vor der Brücke

Gegensatz Richtung: links-rechts, vorne-hinten
Das unbekannte Ordnungskriterium des Schlosses, sozusagen seine neu aufgetauchte Dimension, sind die markierten Unterschiede der Seiten von Durchgängen, seien es Räume oder Zwischenräume. In letzter Instanz sind sie Richtungsanzeiger, die den Besucher durch die Räume des Schlosses führen.

Der deutliche Unterschied zwischen den beiden Pfeilern. © Initiative Haggenberg

Der erste Hinweis auf die Orientierung ist bereits vor dem Betreten des Schloss­areals vorhanden: Es handelt sich um die beiden gemauerten Pfeiler vor der Brücke, die beiden letzten, welche die Kastanienallee einsäumen. Sie haben einen unterschiedlichen Querschnitt, sind einmal rechteckig und einmal quadratisch hochgezogen. Welcher Pfeiler links und welcher rechts steht, ist nicht vom Betrachter, sondern vom Schloss her zu sehen. Der Besucher steht vor dem Schloss, ihm gegenüber, und damit ist der rechteckige Pfeiler der linke, also der unvollkommene, negativ besetzte, während der quadratische der rechte, der perfekte Pfeiler ist. Zugleich mit dieser Interpretation von links und rechts wird dem Besucher auch die Richtungsbezeichnungen von hinten und vorne, also die von ihm einzuschlagende Richtung vorgegeben. Diese beiden Pfeiler in Haggenberg können mit den beiden von dem Tempel Salomons stehenden Säulen Jachin und Boas durch ihre Bedeutungen Gründung-Stärke in Verbindung gebracht werden.

Das Schloss als Kubus und als Zahlengebäude

Gegensatz Gebäude – Sichtachse, 1 -4, 1 – 22
Es gibt einige besondere Anzahlen, denen eine eigene „Funktion“ in der Architektur des Schlosses zugeordnet ist.
Die Zahl vier ist allgegenwärtig insofern, als sie den Raum als Ganzes erfasst. Schon vom Satelliten aus ist die prägende Bedeutung dieser Zahl zu erkennen. Sein umlaufender Wasser­gra­ben, an dessen vier Ecken die vier Bastionen der neuzeitlichen Befestigung hineinragen, und der ehemalige Schlossgarten ist als Folge von vier ineinander verschachtelten Rechtecken zu erkennen.
Das vierflügelige und viergeschossige Gebäude erscheint als perfekter Quader, der mit seinen vier Ecken nach den vier Himmelsrichtungen ausge­richtet ist. Diese Ecken sind durch vorgebaute leere Pyramidenstümpfe aus Ziegeln zusätz­lich betont, womit der Bezug zum ägyptischen Tempel auch außen aufscheint.
Der Seitenunterschied ist im gesamten Gebäude erkennbar. Die Geschoße des linken Flügels sind unterschiedlich unterteilt, während die des rechten Flügels eine weitgehende Übereinstimmung der Räume aufweisen. Auch die
unterschiedliche Seitenlänge des Schlosses kann im Sinne einer weniger und einer mehr positiven Anzahl interpretiert werden.

Luftaufnahme 2017 – beachte die unterschiedlichen Seiten © Initiative Haggenberg

Der Aufriss des Schlosses von Südwest nach Nordost © Initiative Haggenberg

Auch der Kubus im Aufriss weist die Unterteilung in die vier Elemente auf.
Die Bedeutung der zweiten wichtigen Zahl kommt nicht nur schon in der Eingangsfassade, sondern an allen vier Außenfassaden zur Geltung: Es ist die in sechs Achsen und vier Geschoßen angeordnete Zahl der Fenster, die der Zahl zweiundzwanzig entspricht.

Der Grundriss – Der Tempel Salomons

Gegensatz Begrenzung: innen-außen, voll -leer
Schon der Grundriss des Schlosses, der aus der Zeit seiner Erbauung stammt im 13.Jahrhundert stammt, zeigt mit aller Deutlichkeit, dass schon damals die Architektur auf jenen Grundsätzen aufbaute, welche in dem Ausbau der Neuzeit voll zur Anwendung kamen.
Entscheidend ist hier der Bezug zu dem im Alten Testament angegebenen Maßen des Tempels König Salomons in Jerusalem. Denn die Raumaufteilung und die Maße der Innenräume – Vorhalle – Tempelsaal – Allerheiligstes – finden sich in den Maßen der Eingangshalle, des Innenhofes und der Sala terrena des Schlosses wieder; allerdings als Außenmaße der leeren Räume und der sie begrenzenden Mauern. Außerdem fehlt in den Maßangaben des Salomoni­schen Tempels jener Mittelstreifen, der die Sichtachse des Schlosses bildet. Dies würde bedeuten, dass hier in Hagenberg die eigentlichen Maße des Tempels vorliegen, während die Maße des Mittelstreifens im Text auf Grund seiner Sakralität nicht angegeben sind.2 Denn die schon von der Allee aus angelegte Sichtachse durch das offene Erdgeschoß des Schlosses ist der Bereich der Leere, der im Gegensatz zur Substanz des Gebäudes steht.

Schlossgrundriss und Salomonischer Tempel. Die Maße sind von 1 Könige, Verse 6-7 des Alten Testaments übernommen. © Initiative Haggenberg

Die beiden Sinzendorf Wappen

Gegensatz: nichts-etwas, Vereinzelung-Vereinigung
Das steinerne Wappen über dem rustikalen Portal in der Mitte der Ein­gangs­fassade ist das Zeichen des „Initiators“ des Barockschlosses, Reichsgraf Theodor von Sinzendorf. Die vier Putti, welche es umrahmen und den Kronreif als Symbol der Reichsgrafenwürde stützen, entsprechen den vier Elementen. Im inneren Schild sind die drei Würfel als Hauswappen darge­stellt, darüber bezeugt die Krone des Heiligen Römischen Reiches ihr Amt eines Erbschatzmeisters. Das Kreuz am Bügel der Krone, welches auf allen anderen Sinzendorfer Wappen seitlich dar­gestellt ist, befindet sich hier in seiner Mitte: Es trennt hier die zwei gegensätzlichen Hälften des Bügels, seine vorhandene rechts von der nicht vorhandenen links davon.
In diesen beiden Herrschaftssymbolen sind die beiden Grundgesetze der Dualität und der Polarität des Kosmos ausgedrückt. Der halbe Bügel der Reichskrone entspricht dem ersten Grundprinzip der Dualität, das lautet: Das was ist und das, was nicht ist; ohne nichts gibt es kein etwas – ohne etwas gibt es kein nichts; das was zu sehen ist und was nicht zu sehen ist; das was geschrieben und was nicht geschrieben ist. Es bezieht sich auf den Anfang von allem, auf die Schöpfung aus dem Nichts davor. Die drei Würfel beziehen sich auf das zweite Grundprinzip der Polarität, welches sich aus der Vereinigung von beiden, dem leeren und dem vollen ergibt. 3

Das Wappen Theodors von Sinzendorf über dem Eingangsportal © Initiative Haggenberg

Das Sinzendorf-Wappen dzt. im Schloss Ernstbrunn © Initiative Haggenberg

Dieses zweite Wappen in derselben Größe, das sich über dem Gartenportal befand, zeigt kaum merkbare Unterschiede zu dem Wappen über dem Eingangstor. Sie betreffen die Haltung und Anordnung der Arme und Beine der Putti.

Die Apotheose Christian Ludwigs von Sinzendorf

Die zwei-jochige Eingangshalle des Schlosses wurde 1687 als Ruhmeshalle der kaiserlichen Armee ausgemalt. Dies bezeugt das erhaltene Medaillon im Gewöl­be vor dem Stiegenhaus, auf dem ein Reiter auf einem Pferd zu sehen ist, der mit gezogenem Säbel über einen gefallenen Osmanen reitet.  Es stellt Reichsgraf Christian Ludwig von Sinzendorf von der Friedauer Linie der Familie dar, der als 17-jähriger Cornett 1687 in der Schlacht am Berg Harsány bei der Verfol­gung des Feindes verblutete. Es war jene zweite Schlacht bei Mohacs gegen die Osmanen, mit der Ungarn und Siebenbür­gen in die Hand der Kaiserlichen fiel. Nachdem sei­nem Vater, dem Hofkammerprä­si­denten Reichsgraf Georg Ludwig von Sinzendorf wegen Unterschlagung von Armeegel­dern, die er für Feste verwen­dete, 1680 der Prozess gemacht worden war, stellte sein Sohn mit seinem Heldentod die Ehre der Familie wieder her.  Sein zwei Jahre jünge­rer Bruder Philipp Ludwig Wenzel wurde von Kaiser Karl VI. zum Hofkanzler des Reiches ernannt.

Das Medaillon im Eingangsgewölbe vor dem Stiegenhaus © Initiative Haggenberg
Dieses Medaillon ist die Apotheose des Reichsgrafen Christian Ludwig, welches die rechte Seite des Raumes mar­kiert.  Das entsprechende Gegenstück auf der linken Seite des Raumes ist übermalt, es dürfte sich aber im Sinne des „ersten Erscheinens Christian Ludwigs“ um die Ankündigung als Erstgeborener handeln.

Ankündigung der Erstgeburt des Christian Ludwig von Sinzendorf, * 1669 
© ÖNB  Inventarnummer oai: baa.onb.at:7885560

Mit dieser Deutung ist nicht nur die barocke Ausmalung des Schlosses auf das Jahr 1687 fixiert, sondern es wird mit diesem Datum wegen seiner überragen­den Bedeutung für alle Sinzendorfer Schloss Haggenberg als Ehrenrettung des gesamten Hauses ausgelegt: Denn seit 1679 befand sich das Schloss im Besitz des Theodor von Sinzendorf aus der Ernstbrunner Linie des Hauses, der 1706 starb und dem die Glorie des Schlosses zu verdanken ist.
Für Schloss Haggenberg als Zahlengebäude ist der Kranz um das Portrait des Knaben hervorzuheben, der aus zweiundzwanzig Kleinodien besteht.

Das Wappen der Hackenberger

Gegensatz: vor und nach der Verketzerung des Templerordens
Im Gewände des Durchgangs in den Innenhof ist ein Schlussstein mit dem Wappen der Herren von Hacken­berg in Form eines Angelhakens angebracht.

Das zweite Wappen der Hackenbergernach 1213 © Initiative Hagenberg

Das ursprüngliche Wappen der Herren von Hackenberg aus: Johann Siebmacher, der niederösterreichische ständische Adel, Nürnberg 1909-1918 Tafel 73

Dieses Wappen mit der arabischen Streitaxt aus den Kreuzzügen und dem Tatzenkreuz wurde nach 1312 nicht mehr verwendet, nachdem der Templerorden verketzert worden und damit jeder Bezug auf diesen Orden nicht mehr angebracht war.

Der Innenhof – Der Riese Pimander

Gegensatz: links-rechts, vorne-hinten
Der Innenhof hat einmal den größten markierten Unterschied aufgewiesen. Denn nach Auskunft von Konsistorialrat Josef Ettl, der 1953 die Pfarre von Hagenberg übernahm und bis zu seinem Tod im Jahre 1998 betreute , war die südöstliche Wand der Hofes mit einer riesigen, bis in das Dachgesims reichen­den Riesen ausgemalt, welche im Zuge des sauren Regens verschwand. Das erste, was er mich bei seinem Besuch im Schloss fragte, war: „Wo ist der Riese geblieben?“
Zitat Hermes Trismegistos: Poimandres
1. Als ich einmal in Gedanken über das Seiende war und mein Denken sich in große Höhen erhob, während meine sinnlichen Wahrnehmungen ausgeschaltet waren wie bei Menschen, die wegen Übersättigung an Speisen oder körperli­cher Ermüdung von Schlaf überwältigt sind, da glaubte ich, eine übergroße Gestalt von unermeßlicher Größe riefe meinen Namen und sagte zu mir: „Was willst du hören und sehen und im Geiste begreifen und erkennen?“
2. Ich sage: „Wer bist denn du?“ Er antwortet: „Ich bin Poimandres, der Geist, der die höchste Macht hat. Ich weiß, was du willst, und stehe dir stets zur Seite.“
aus: http://farlight.org/Books/Das-Corpus-Hermeticum-Deutsch.pdf

Die Sala Terrena – Die zwei Gesichter der Liebe

Gegensatz: Wasser-Erde, unsichtbares Gesetz-sichtbare Welt
Mit Bildern machen wir uns die Welt verständlich. Schloss Haggenberg enthält eine Reihe von mythologischen Darstellungen, welche allesamt um die Dualität der Liebe als stärkste Kraft des Universums kreisen. Es geht darum, Bilder nicht als Dekoration aufzufassen, sondern darum, die Darstellungen als Teil eines Systems zu verstehen, dem eine Botschaft zugrun­de liegt. Woran glaubte Theodor von Sinzendorf, der Initiator des Schlosses? Es lässt sich an dem ablesen, wie er sein Schloss gestaltete, wie er es realisierte; vor allem, was er darin abbildete.
In der Grotte wird das gegensätzliche Bildprogramm durch die beiden Stein-skulp­turen in den Nischen über den Wasserbecken an den Längsseiten umgesetzt, welche Liebespaare der griechischen Mytholo­gie wiedergeben: Neptun-Amphitrite auf einem mit Wasserpflanzen überwachsenen Sockel, der das Meer darstellt, sowie Orion-Diana auf einem von Wildtieren umgebenen Sockel, der das Land symbolisiert.

Neptun mit Amphitrite in der südöstlichen Nische. © Initiative Haggenberg

Orion mit Diana in der nordwestlichen Nische. © Initiative Hagenberg

In den Reliefs in der Stuckdecke genau über den beiden Paaren finden sich die zu ihnen gehörenden Aussagen wieder: Über der Wassergruppe streiten sich die zwei Amoretten, sie liegen sich „in den Haaren“, während sie sich an derselben Stelle über der Erdgruppe gegenseitig umarmen.
Die ersteren drücken den ursprünglichen Gegensatz, die letzteren die letztliche Verei­nigung der Liebe aus. Sie entsprechen damit auch der Dualität von links – rechts, welche durch die beiden Grundprinzipien – Liebesstreit und Liebesver­ei­nigung – getrennt oder verbunden werden. Diese figurale Ausschmückung symbolisiert die Liebe als primäre Kraft des Kosmos. Mit diesen Zuordnungen sind Ausrichtung und Blickfolge des Betrachters in der Sala terrena vorgegeben, durch das zentrale Motiv des Schlosses, welches sich in seinen weiteren Räumen wiederholt.

Die streitenden Amoretten links vom Schloss aus gesehen © Initiative Haggenberg

Die sich umarmenden Amoretten rechts – ©  Initiative Haggenberg

Zitat Empedokles (aus Wikipedia): „Empedokles … nimmt zwei einander entgegenwirkende bewegende Kräfte an, eine anziehende und vereinigende und eine abstoßende und trennende. Die vereinigende Kraft nennt er philótēs (Liebe, Freundschaft), die tren­nende  neíkos (Streit). Sie streben unablässig danach, einander zu verdrängen. Aus ihrem endlosen wechselhaften Kampf resultieren alle Vorgänge im Universum einschließlich der menschlichen Schicksale.“ 
Wenn wir die Lehre der vier Elemente mit einbeziehen, dann entspricht Neptun dem Element Wasser und ihm gegenüber, Orion dem Element Luft. Amphitrite rechts neben Neptun steht für das Element Feuer – natürlich der Liebe – und Diana, also ihr gegenüber dem Element Erde zugeordnet. Erst durch die Einbeziehung der vier Elemente werden die unterschiedlichen Eigenschaf­ten der beiden Liebespaare klar. Denn Feuer und Wasser vertragen sich grundsätzlich nicht: Neptun und Amphitrite sitzen zwar nebeneinander, ihre heute fehlenden Köpfe haben sich nicht angesehen, während Orion und Diana, welche Luft und Erde symbolisie­ren, sich umwinden, mit ihren heute fehlenden Gliedmaßen ineinander verschlungen gewesen sind.
Beide Liebespaare sind auch eng mit der Wassersymbolik verbunden. Denn es sind ja Wasserspeier, aus denen jeweils zwei Wasserstrahlen in die darunter befindlichen Becken spritzen. Nun kommen die Strahlen des Paares Neptun und Amphitrite nur aus den Brüsten der Göttin, die gleichsam nur Lustobjekt Neptuns ist. Ihnen gegenüber wenden sich Diana und Orion einander zu, und aus der Brust beider fließe sich überkreuzende Wasserstrahlen als verbindendes Element der Liebe. Dieser Unterschied greift wiederum die beiden Grundgesetze des Kosmos, die bereits im Wappen des Eingangsportals eingearbeitet sind, wieder auf.
Zuletzt greift die Kombination der einander gegenüber befindlichen Göttinnen Amphitrite und Diana die Monadenlehre des italienischen Naturphilosophen Giordano Bruno auf, der wegen seiner ketzerischen Einstellungen 1600 in Rom verbrannt wurde. Er benannte seine beiden „Monaden“ nach diesen beiden Göttinnen, die wiederum das doppelte Grundprinzip des Kosmos verbildlichen. Amphitrite ist das Unsichtbare, das Eigentliche, die Substanz, die reine Zahl, die schon mit dem Anfang da war, während Diana das Sichtbare, das Abbild der Welt bedeutet.4
Zitat Giordano Bruno (nach Wikipedia):
So definiert der späte Giordano Bruno die erste Monade (Amphitrite) als die „Substanz jeder Zahl“ und charakterisiert sie als substantielles Minimum im dreifachen Sinne, nämlich als Rationalprinzip in den Zahlen, als Essentialprinzip in den Wesen und als Unzerteilbarkeitsprinzip der Atome in den Körpern. Die zweite Monade (Diana) ist die dem Menschen begreifliche Lichtspur der ersten in der universalen Allnatur. 

DER SÜDWEST-FLÜGEL

Gegensatz: oben–unten
Der Aufriss des Südwest-Traktes zeigt die Entsprechungen der Eckräume des zweiten Obergeschoßes mit den Skulpturen der Grotte im Erdgeschoss auf.

Die Entsprechung der Räume des Südwest-Traktes ©  Initiative Haggenberg

Damit entsprechen sie dem hermeti­schen Gesetz des „Was oben ist, entspricht dem, was sich darunter befindet“.
Zitat „Tabula Smaragdina“:
Das Untere gleicht dem Oberen, und das Obere dem Unteren, zur Vollendung der Wunder des Einen. So wie alle Dinge aus Einem und durch die Betrachtung eines Einzigen hervorgegangen sind, so werden auch alle Dinge aus diesem Einen durch Differenzierung geboren.
übersetzt nach J. Ruskia 1926, In: A. Coudert, Der Stein des Weisen

DAS OBERGESCHOSS

Die Relationen der drei rituellen Räume gehen aus dem folgenden Schema des Südwest-Traktes hervor: Auch in diesen Bereichen kommt die Vier-Elemente-Lehre zur Anwendung, indem die Räume hinter den vier Doppeltüren jeweils einem anderen Element entsprechen.

Das Obergeschoß des Südwesttraktes mit den vier Elementen © Initiative Haggenberg

Der Tempel des Hermes Trismegistos

Gegensatz: stehen – gehen, reden-schweigen, Ton-Sicht

Dieser Saal mit seinen beiden freskierten Hermesfiguren ist Hermes Trismegistos geweiht, dem „dreimal größten Hermes“, der über das gesamte Wissen der Antike verfügte und eine Verschmelzung des griechischen Gottes Hermes mit dem ägyptischen Gott Thot darstellt. Er ist der Gott des Maßes; er repräsentiert die gleichmäßige Ordnung der Welt, er ist der ihr innewohnende Geist der Gesetzmäßigkeit, Repräsentant und Gewährsmann der exakt ausgeführten Rituale.5 Er ist Erfinder der Schrift, der Hierogly­phen, also der Buchstaben wie auch der Zahlen. Der Rückgriff der Renaissance auf das Alphabet wurde hier in diesem Saal in beispielhafter Form umgesetzt. Denn gerade hier liegen ausschlaggebende Zahlen in Summen vor. Denn sowohl die Anzahl der Maueröffnun­gen wie Türen, Kamine, Fenster, als auch die Anzahl der freskierten Säulen betragen zweiundzwanzig, eine Zahl, welche der Anzahl der hebräischen Buchstaben entspricht.6
Neben den durch die beiden Hermen verkörperten Gegensätzen wie Sprechen-Schweigen, Stehen-Gehen gibt es zusätzlich noch eine Gegenüberstellung in den Fresken beider Breitseiten des Saales in H­öhe des Dachgeschosses: Diese besteht in den Tieren, welche auf türkischen Teppichen sitzen, also der Pfau mit seinem mit Argusaugen besetzten Schwanz auf der Südostseite, und die beiden Papageien – einer oberhalb, der andere unterhalb gesetzt. Sie deuten auf den Gegensatz von Sicht und Ton hin. Die Laute neben den Papageien bestätigt diese Gegenüberstellung.

Hermes mit Schlapphut und Zauberstab an der Nordostwand © Initiative Haggenberg

Pimander an der Südwestwand des Saales ©  Initiative Haggenberg

Die beiden Liebesräume

Gegensatz: Venus-Amor, Entstehung – Vereinigung der Liebe

Die beiderseits anschließenden Eck-Räume greifen wiederum das gegensätzliche Gesetz der Liebe als der stärksten Kraft des Universums auf. Denn im Deckenfresko des westlichen Raumes wird mit der Geburt von Venus, ihre Trennung von der „Unterwasserwelt“ eingegangen. Venus hat keine Eltern, es ist hier also nur eine Person im Spiel während in der Vereinigung von Herkules und Omphale im südlichen Eckraum des Stockwerkes – in dem zwei Personen aktiv aufscheinen. 7 Beide Deckenfresken weisen wiederum Bezüge zu den vier Elementen auf. Im Westen werden die wilden Wasser Triton, dem Sohn Neptuns zugeordnet, der mit dem Dreizack seines Vaters – hier das Element Feuer verkörpernd – in die Schranken gewiesen wird. Dies ermöglicht die Geburt der Venus, die auf einer Muschel sitzt und die Erde darstellt, wobei sie von Juno, der Himmelskönigin, die Luft verkörpernd in Blickkontakt steht.
Auch im Deckenfresko des südlichen, rot ausgemalten Eckraumes sind die vier Elemente eingebaut: Im Fresko selbst symbolisiert Herkules die wilden Kräfte seines Heldentums wie er hier unter dem himmlischen Baldachin, dem Element der Luft, Ruhe findet. Amor mit seinem Pfeil repräsentiert das Element Feuer, und Omphale darunter die Erde, die sich hier mit dem Element Wasser vereinigt. Aber auch in den Eckmedaillons der Decke sind die vier Elemente vertreten, gleichzeitig aber auch die vier Himmelsrich­tungen und die vier Eigen­schaften der Liebe – als Fessel, als Schmerz, als Blindheit und als Rose dargestellt. In der Stuckleiste dazwischen sind die vier Herrschaftssymbole des Hauses Sinzendorf eingefügt: die Reichskrone als Erbschatzmeister des Heiligen Römischen Reiches, zwei aufeinander gestülpte Kelche als Mundschenke von Nieder- und Oberöster­reich, die drei Würfel als Hauswappen der Familie und die Reichsgrafenkrone mit vier Zacken – einer davon unsichtbar – als Signum der Reichsunmittelbarkeit.

Fußnoten

1 Die letzte nachweisbare Gestaltung des Areals Hagenberg liefert der mit WGVS und 1765 datierte Grenzstein des Wenzel Graf von Sinzendorf, der sich heute am Brunnenrand im Innenhof befindet, sowie der mit AN1767NO beschriebene Kamin im Südeck des Schlosses.

2 Diese Doppeldeutigkeit entspricht auch dem Aufbau des Buches Genesis, dessen Text aus dem was geschrieben steht und dem, was nicht geschrieben steht, besteht – siehe Abschnitt 7 CODE.

3 Der aufmerksamen Leser wird die Parallele zu den bei­den Skulpturen des abgerissenen Erkers in Laa im Journal herstellen können: Der Bügel entspricht dem einen Arm des Mannes, die Würfel den beiden Armen der Frau.

4 Siehe dazu die Ausführungen über den Neuplatonismus von Richard Hooker unter Abschnitt 7.

5 Florian Ebeling Das Geheimnis des Hermes Trismegistos 2005, Seite 19

6 Beachte die Gegenüberstellung von gemalten Säulen und Maueröffnungen.

7 Die – im Sinne der beiden kosmischen Gesetze – einseitige Geburt von Venus, besteht darin, dass sie von ihren Liebeshändel unter Wasser getrennt wird, so wie diese in der Sala terrena eines nahe gelegenen Schlosses dargestellt sind: Horst Wächter, Die Sala terrena von Schloss Nikolsburg in Mähren und ihre mythologische Bedeutung“ in: regioM 2007 – Sborník Regionálního Muzea v Mikulově

Kontakt

E-Mail:
info@haggenberg-castle.at

Telefon:
+43 25248506

Details unter: Öffnungen

Die Besichtigung des Schlosses ist im Rahmen von Führungen gegen Voranmeldung unter 0664 4720187  möglich.

Wissen um die Mythologie der Antike erwünscht.

Die Restaurierung des Tempelsaales

Details siehe unter: Journal – Die Restaurierung des Tempelsaales

Spendenkonto:
Für laufende Erhaltung des Schlosses Überweisung von 20 - 50 - 200 Euro auf das Spendenkonto "Initiative Haggenberg "bei der RAIFFEISENBANK LAA/THAYA

IBAN AT83 3241 3000 0008 3824
BIC RLNWATWWLAA

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Neuigkeiten / Journal

 

September 2019 – Die große Herausforderung

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„UNSERE DENKMALE … sind einmalige und unersetzbare materielle Zeugnisse unserer Geschichte von der Urzeit bis zur Gegenwart.“ Nachdem das Bundesdenkmalamt als verantwortliche Institution für das kulturelle Erbe unserer Heimat die hohe Qualität der freizulegenden Fresken des Festsaales erkannt hat, besteht nun die große Herausforderung darin, Menschen davon zu überzeugen, dass es sich hier nicht um eine der üblichen Ausschmückungen unserer Schlösser handelt, sondern um etwas Besonderes; dass sich in diesem Gebäude vor 330 Jahren etwas abgespielt hat, das beispiellos in der Kulturgeschichte Europas gewesen ist und das vor 250 Jahren sang- und klanglos aus dem Gedächtnis verschwand.
Es ist ein Unternehmen, welches höchst frustrierend, zugleich aber auch höchst spannend abläuft.
Wird es uns gelingen, jemanden zu finden, der mit uns das Verständnis eines seither verschollenen Grundprinzips der Menschheit aufdeckt?

März 2019 – Der verschwundene Erker von Laa

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Die Stadt Laa an der Thaya im Norden des Weinviertels stellt eine der ältesten Grenzen Europas dar, die sich in offenem Gelände erhalten haben. Sie wurde im Zuge der landesfürstlichen Inbesitznahme im 13.Jahrhundert auf rechtecki­gem Grundriss mit vier großen Plätzen...

Februar 2019 – Die Restaurierung des Festsaales

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Die große Herausforderung dieses und des nächsten Jahres ist die Restaurierung der Barock­fresken im Festsaal. Dr. Hermann Fuchsberger, der Leiter des NÖ. Denkmalamtes, war bei seinem ersten Besuch im Schloss am 25.Februar 2019 so beeindruckt, dass er versprochen hat,...

Oktober 2018 – Gedenken an Hofrat Dr. Werner Kitlitschka

Oktober 2018 – Gedenken an Hofrat Dr. Werner Kitlitschka

In stiller Trauer möchten wir auf das Hinscheiden unseres verehrten Gönners und Freundes Dozent Hofrat Dr. Werner Kitlitschka eingehen, der am Freitag, den 19.Oktober 2018 in seinem 80.Lebensjahr verstorben ist.  Seit 1962 mit dem Bundesdenkmalamt verbunden, war er...

„DAS KODIERTE SCHLOSS – AUSGERAUBT UND VERGESSEN -
SICH ÖFFNEND FÜR JENE
MIT ACHTUNG JA LIEBE FÜR
DAS NÄCHST­E,
DAS EINFACHSTE -
BEREIT DAS ÜBLICHE
ÜBER BORD ZU WERFEN.“

 

Horst A. Wächter