Der rituelle Rundgang

Als Ergebnis der bisher offen gelegten Zusammenhänge gibt es einen Aspekt, der sie vereint: Das Schloss enthält eine Botschaft in jenen Räumen, die eine bestimmte Aussage verkörpern, indem sie  unterschiedlich markiert sind. Das Schloss stellt einen Organismus dar, in dem sich im Durchschrei­­ten von Übergängen eine rituelle Handlung ergibt. Im Folgenden werden die Aussagen und die Markierungen dieser Räume offengelegt, welche die einzuschlagende Richtung des Besuchers vorgeben, mit der das Ritual des Rundgangs begangen wird.

DIE GEDÄCHTNISKUNST

Zum Verständnis der Zuordnung von Bedeutungen zu Räumen sollen die Bemerkungen zu der in der Renaissance wieder aufgegriffenen Mnemotechnik der Antike, der so genannten Gedächtniskunst dienen. Mit dieser „Ars Memoriae“ prägt man sich Bilder oder Aus­sagen, die der italienische Philosoph Giordano Bruno ’Phantasmen’ nennt, da­durch ein, dass man sie Räumen zuordnet, die in einer bestimmten Reihenfolge stehen. Ihr Ergebnis, Texte einprägsam bzw. wirkungsvoll zu gestalten, beruht darauf, einzelne Dinge oder Phänomene in ihren Verwandtschaften, Gegensätzen oder Entsprechungen räumlich zu fixieren, also  so zusammenzustellen, dass sie ein Muster, eine Ausrichtung, eine Reihenfolge, eine Ordnung oder Harmonie ausdrücken, der selbst wieder Bedeutung zugeschrieben werden kann. Nicht nur die Sala terrena, sondern das ganze Gebäude ist diesem fundamentalen Prinzip der Verkettung zu­geordnet.
Auf Schloss Haggenberg ist nichts zu­fällig, hier gibt es auch nichts zu erfinden, sondern  aufzudecken; hier ist alles vor­gegeben. Hier sind die Darstellungen sowie die sie begleitenden räumlichen Be­züge als  zugrunde liegende Ordnung zu erkennen.

Zitat Culianu – Zum Zyklus von Gedächtnisbildern, der die Bereiche des Schlosses verbindet: Tatsächlich erfordert diese [Gedächtnis-] Kunst eine vollständige Konzen­tration, die sich nur in der Einsamkeit erwerben läßt. Daraus folgt, daß man die mnemonische Tätigkeit in einer Kirche, auf einem Friedhof, in einem verlassenen Schloß … ausüben muß, wobei man alle Gesellschaft und jede Ablenkung meidet. Die Teile des Ortes muß man sich in einer bestimmten Reihenfolge einprägen. Jedem Teil ist eine Sequenz der Botschaft oder der Begriffsreihe zuzuordnen, die auswendig gelernt werden soll.
Ioan P. Culianu, Eros und Magie in der Renaissance, Frankfurt/M 2001. Seite 66

DIE ÜBERGÄNGE

 Die Beziehung zwischen dem Gebäude und seinem Besucher wird dadurch gebildet, indem sich dieser von einem Raum zum anderen bewegt,  die Zwischenräume durchschreitet,  die Übergänge, welche die einzelnen Räume als Bereiche voneinander abgrenzen, womit ihnen  ein eigener Begriff zugeordnet werden kann. Damit kommt diesen Übergängen eine entscheidende Rolle im rituellen Aufbau des Schlosses zu. 
Zitat: die Türöffnungen ägyptischer Tempel
Auch … den ägyptischen Prie­stern seien die Türöffnungen heilig gewesen, in denen zu sprechen Frevel sei..
Theodor Hopfner, Orient und griechische Philosophie, Leipzig 1923 Seite 5.

DER RUNDGANG

Der Rundgang führt durch vierzehn Räume in drei Stockwerken – Erdgeschoß, Beletage und Wohnetage, welche insgesamt dreiundzwanzig Übergänge aufweisen. Er beginnt am rückwärtigen Gartenportal des Schlosses im Südwesttrakt, welcher den rituellen Eingang des Schlosses darstellt, führt von dort durch die Sichtachse und über das Stiegenhaus in der  Nordecke zurück in die rituellen Räume des Südwesttraktes  zwei Stockwerke darüber. Von dort führt er über die Wendeltreppe im Südosttrakt hinunter zu den rituellen Räumen des ersten Stockes, die ebenfalls im Südwesttrakt liegen. Der Rundgang endet im Raum im westlichen Eckraum des Gebäudes – dem Raum der vier gekrönten Humanisten der Renaissance, deren Gedankengebäude im Hagenberg realisiert wurden. Es ergeben sich damit sechs Übergänge im Erdgeschoß, dreizehn im zweiten Obergeschoß – davon acht im Tempelsaal – und vier im ersten Obergeschoß.

Es folgen die Beschreibungen der Übergänge im Einzelnen und ihren Folgen, welche die fortlaufende Nummerierung offenlegt, welche jenen Bedeutungsfolgen entsprechen, auf die im Abschnitt 7. KODE eingegangen wird.

DAS ERDGESCHOSS

1.Der rituelle Eingang

Den Ausgangspunkt des Rundganges bildet die heutige Rückseite des Schlosses. Wenn man sich dem Gebäude zuwendet, so wird die Rückseite des Schlosses zu dessen Vorderseite, und das Gartenportal zum Eingang in das Gebäude. Der Besucher folgt von hier aus der Sichtachse, die sich durch das ganze Erdgeschoß des Gebäudes zieht, die Leere seiner Mitte offenlegt. In der Laibung des Portals gibt das Medaillon „Triumphzug der Venus über den Wassern“ das Programm des Gebäudes vor: Es ist der Liebe als stärkster Kraft des Kosmos gewidmet. Die Aussage dieses Durchganges als erstem, als allererster Beginn des Rundganges ist damit festgelegt.
Die unterschiedliche Markierung der Seiten ergibt sich aus dem links dargestellten einsamen Amor und Venus mit ihrem Gefolge rechts.

2. Die Grotte der Liebenden

Die Grotte entspricht ihrer Position nach dem Erdinneren. Der Raum zwischen den Statuen der zwei Liebespaare, den der Besucher durchmisst bildet den zweiten Durchgang des rituellen Rundganges.
Die Markierung ergibt sich aus dem links sitzenden Neptun, der auf die im Liebesstreit anklingenden Gegensatz der Geschlechter, während das rechts sitzende Diana auf ihre Vereinigung anspielt.

3. Okeanos, der Urgott des Wassers

Der dritte Übergang wird durch das Tor aus der Grotte in den Innenhof gebildet, dessen Gewände mit der Darstellung des Gottes des Wassers geschmückt ist. Die Grundaussage dieser Passage besteht darin, dass hier das Wasser durch Okeanos benannt und damit erst Realität wird.
Die zwei Markierungen ergeben sich daraus, dass die Kinder links spielen, Okeanos rechts sitzt.

4. Der Innenhof – der Riese

Das vierte der Vorstellungsbilder wird mit dem von den konzentrischen Innenmauern des Gebäudes einge­schlossenen Hof gebildet, dessen Brunnen mit seiner Quelle das Herz des Schlosses, aber auch den Mittelpunkt des ganzen Universums ver­sinn­bildlicht. Seine Grundbedeutung entspricht dem Eingeschlossenen, der Abgrenzung des Raumes durch die Wände des Hofes.
Im Sinne der unterschiedlichen Seiten der rituellen Räume war die Südostwand des Hofes mit einer riesigen, bis in das Dachgesims reichenden Fresko eines Riesen geschmückt, welches im Zuge des sauren Regens verschwand. Dieser Riese entspricht der Beschreibung des Pimander im Corpus Hermeticum.
Zitat Corpus Hermeticum , Das erste Buch – Hermetis Trismegisti Pömander
1. Einstmals, da ich die wesentlichen Dinge betrachtete, und mein Gemüt sich erhob, da verschlummerten die Sinne meines Leibes ganz und gar; gleich wie einer, der von Speise überladen, oder von Arbeit müde, mit dem Schlafe überfallen worden. 2. Und es kam mir vor, als ob ich jemand sah, der sehr groß, und von einer unendlichen Länge, nennend meinen Namen, und zu mir sprechend: 3. Was willst du hören und sehen, und was ist, dass du in deinem Gemüte gedenkst zu lernen und zu erkennen? 4. Ich sprach, wer bist du?
5. Er sprach, ich bin Pömander, das Gemüt, des von sich selbst bestehenden Wesens, ich weiß, was du begehrest, und bin überall mit dir. 6. Ich sprach, ich begehre die wesentlichen Dinge zu lernen, derselben Natur zu verstehen, und zu erkennen. 7. Wie? 8. Ich sprach, ich will’s hören

5. Der Eingangssaal – die Apotheose des Sinzendorf.

Das fünfte der ‚Phantasmen’ des Erdgeschoßes bildet die Ruhmeshalle der kaiserlichen Armee ausge­mal­ten zweijochigen Eingangs­saal, der rituell als erster Innenraum des Gebäude zu verstehen ist. Die Seitenmarkierung ergeben sich aus dem Gegensatz zwischen den beiden Medaillons an der Decke des Gewölbes, welche beide die Glorie des Reichsgrafen Christian Ludwig darstellen wobei das übermalte linke seine Erstgeburt, das rechte vor dem Treppenhaus seinen Heldentod als kaiserlicher Offizier am 12.August 1687 darstellen.

6. Das Stiegenhaus

Von der Eingangshalle öffnet sich rechts nach dem Medaillon die Türe zum Stiegenhaus, das bis in das Dachgeschoß reicht. Die hier entsprechende Grundbedeutung ist der Aufgang hinauf, nach „Oben“. Hier beginnt die Drehbewegung des aufwärts Steigenden gegen den Uhrzeigersinn, die sich im ganzen rituellen Bereich des zweiten Stockes fortsetzt. Als rechte Seite ist hier die Außenmauer des Schlosses zu nennen, die der Innenmauer des Gebäudes links gegenübersteht.

DAS ZWEITE OBERGESCHOSS

In den zwei Obergeschoßen des Schlosses sind sämtliche Räume des rituellen Rundganges durch die unterschiedliche Kennzeichnung der beiden Seiten der Stuckrahmen ihrer Decken markiert – außer der Stuckdecke des Festsaales, welche abhandengekommen ist.

7. Die Vorhalle – die Weggabelung

Dies ist die Vorhalle vor den drei festlich geschmückten rituellen Räumen, in
zwei Öffnungen führen: Eine profane durch die Doppeltüre und eine rituelle durch den Scheinkamin, der sich an der gegenüberliegenden Schmalseite des Raumes befindet. Der Grundbedeutung dieses Raumes entspricht der „Gabelung“ des Weges, der vom rituellen Rundgang abweicht. Trotz der Beschädigungen der Stuckdecke ist der Unterschied der Stuckleisten der beiden Längsseiten im Vorhandensein und Fehlen einer der vier Knospen nachweisbar.

8. Die Geburt der Venus – Die Entstehung der Liebe im Wasser

Dieser Raum ist im rituellen Rundgang nur durch den Scheinkamin an der Stirnseite des Raumes zugänglich. Durch ihn tritt man gebückt in den Raum des Wassers ein, denn das Deckenfresko zeigt eine Wasserfläche, in der Venus auf einer Muschel schwimmt und somit die Grundbedeutung „Wasser“ vorgibt. Im Sinne der unterschiedlichen Kennzeichnung der Seiten wird das Deckenfresko durch die reich verzierten Buchstaben R = rechts und L = links des Stuckrah­mens umschlossen.

9. – 16. Hermes Trismegistos – Der Weise der Zeichen

In diesem Saal liegen acht Übergänge vor: Das Ritual, welches in diesem Saal vollzogen wird, besteht im Durchschreiten von acht Zwischenräumen in markierter Reihenfolge, welche in einer Drehbewegung gegen den Uhrzeiger­sinn besteht. Diese beginnt im Eintreten aus dem Wasserraum im Westeck und endet durch das Ausscheiden in den Feuerraum im Osteck des Saales. Die acht Übergänge bestehen zwischen den vier Türen, den beiden offenen Kaminen und den beiden gemalten Hermesfiguren. Auf diese Übergänge wird auch durch die acht Freskos von Durchgängen in freier Landschaft im Gewände der Oberlichten bezogen. Übrigens ergibt die Summe der Ordnungszahlen von 9 bis 16 genau die Zahl 100.

17. Die Liebesvereinigung – der Höhepunkt

Das zentrale Deckenfresko dieses an den Tempelsaal anschließenden Raumes zeigt Amor, der mit seinem Pfeil den als Hausmann abgebildeten Helden Herkules mit der lydischen König in Omphale vereinigt. Die Grundbedeutung dieses Raumes bildet die Verdoppelung, die durch die Vereinigung entsteht.
Dies ist der Höhepunkt des Rundganges. Die unterschiedlichen Seitenmarkierungen sind durch die Anzahl der Rosenblätter an den Ecken des Stuckrahmens des Deckenfreskos – links zweimal die Zahl sechs und rechts zwei verschiedene Zahlen, nämlich sechs und fünf – gekennzeichnet. Außerdem befinden sich auf der vom Schloss aus gesehen linken Seite die eine Reichskrone gegenüber den zwei Kelchen auf der rechten Seite.

18. Das Besucherzimmer – das Ungestüme

Im anschließenden Besucherzimmer weist die Decke unterschiedliche Formen des Stuckrahmens auf: Links gegen die Richtung des Besuchers ist das Pflanzenblatt in der Mitte beschädigt, rechts unbeschädigt.

19. Die Wendeltreppe – Der Weg hinunter

Das Ritual führt über einen Vorraum spiralförmig hinunter in das erste Obergeschoß, und zwar in den Vorraum zum Herrenzimmer. Der Begriff, der zu dieser Funktion passt, ist der einer Abnahme, einer Minderung, die damit verbunden ist.

DAS ERSTE OBERGESCHOSS

20. Das Arbeitszimmer – der Abschluss

Auch im Stuckrahmen der Decke dieses Raumes ist die Richtung des Rundganges markiert. Denn von den vier Pflanzenmotiven, die im Stuckrahmen an den Längsseiten in das leere Mittelfeld hineinreichen, sind drei gleich, während das vierte an der Außenwand unterschiedlich gestaltet ist. Diese Seite ist mit den beiden unterschiedlichen Motive als „die rechte“ gekennzeichnet. 

Dieser durch seine Lage neben dem herrschaflichen Schlafraum  dem  Schlossherren zugeeignete Raumes beträgt die Anzahl der Rosetten im Stuckrahmen der Decke auf beiden Seiten zehn und die der Breitseiten sechs: Der halbierte Raum ergibt auf beiden Seiten 5-6-5, die Doppel-Fünf, den Name Gottes in Zahlen ausgedrückt: das Tetragrammaton.

Mit diesem Raum sind die Arbeitsschritte des Rundganges abgeschlossen.

 

21. Das Schlafzimmer – die Entspannung

Die folgenden Räume dienen dem Ergebnis, der Feier des Rundganges.1
Der anschließende Raum, der durch seine Lage im Süden als wärmster Raum des Stockwerkes seit jeher als Schlafzimmer des Schlossherrn bestimmt war, wird durch die Darstellungen von Schwänen und Schlangen in den Stuckleisten der Flachdecke als Kabiren­heiligtum identifiziert: An den Längsseiten die sich küssenden Schwäne als Darstellung der Liebe zwischen Demeter und Persephone, von Mutter und Tochter; an den Breitseiten der Kampf der Schwäne mit den Schlangen links und gegenüber die Vereinigung der Schlangen mit den beiden Schwäne rechts, indem die Schlangen von den Schwänen gefressen werden.
Quelle: Pausanias, Beschreibung Griechenlands, das Kabirenheiligtum in Böotien in der Nähe des Schlaf-Heiligtums des Herkules, welches im roten Raum darüber eingerichtet ist.

22. Der Festsaal – das Feiern

Auf den Raum der Kabiren folgt der untere Saal mit seinen, mit wie im Tempelsaal darüber vorhandenen vier Türen und zwei offenen Kaminen, in dem mit den dort aufgehängten Tabellen und Fotos die Zusammen­hänge der Räume und ihrer figuralen Ausstattung des Schlosses erklärt werden. Zur Unterscheidung befindet sich in der Mitte des Stuckrahmens der Decke links eine böse Maske, genau gegenüber, also rechts eine liebliche Maske eingefügt.

Die linke, die böse Maske © Initiative Haggenberg

Die rechte, die liebliche Maske © Initiative Haggenberg

23. Die vier Philosophen – Die Gründerväter des Schlosses

Dieser Raum in der westlichen Ecke ist der merkwürdigste Raum der rituellen Rundganges, der hier auch endet.
In die Stuckleisten der Decke sind die Häupter von vier gekrönten Philosophen eingearbeitet. Sie stellen jene Persönlichkeiten dar, auf deren Vorstellungen das Strukturmuster des Schlosses beruht. Auf der linken Seite der Decke stehen sich Giordano Bruno und Francis Bacon gegenüber, während Marsilio Ficino und Pico della Mirandola einander anblicken. Diese beiden sind die Begründer der Renaissance in Europa, sie gehören zusammen, wogegen erstere nichts miteinander zu tun hatten. Diese Markierung zeigt, dass der Rundgang nicht mehr in die Nebenräume nach hinten führt, sondern nach außen, durch das Fenster der Südwestfassade ins Freie zeigt.
Diese vier Philosophen mit genau derselben Gegenüberstellung finden sich auch als Reliefs auf den vier Steinplatten, die heute vor dem Hauptschloss von Ernstbrunn stehen, ursprünglich aber als Verkleidung eines Reiterstandbildes dienten, das am Eingang zur Kastanienallee des Schlosses Haggenberg stand. Fotos der Reliefs werden im Ballsaal gezeigt. Der Altersunterschied der beiden Philosophen aus Florenz ist deutlich zu erkennen: Marsilio Ficino ist alt, sein Schüler und Freund Pico, der früh verstarb, ist auch jung dargestellt.

Die einander zugewandten Philosophen mit jungem Pico ©Initiative Haggenberg

Die voneinander abgewendeten Philosophen ©Initiative Haggenberg

Fußnoten

1 Entsprechend dem 20. Werk im Schöpfungsbericht, mit dem der sechste Tag und damit die Arbeitswoche endet.

Kontakt

E-Mail:
info@haggenberg-castle.at

Telefon:
+43 25248506

Details unter: Öffnungen

Die Besichtigung des Schlosses ist im Rahmen von Führungen gegen Voranmeldung unter 0664 4720187  möglich.

Wissen um die Mythologie der Antike erwünscht.

Die Restaurierung des Tempelsaales

Details siehe unter: Journal – Die Restaurierung des Tempelsaales

Spendenkonto:
Für laufende Erhaltung des Schlosses Überweisung von 20 - 50 - 200 Euro auf das Spendenkonto "Initiative Haggenberg "bei der RAIFFEISENBANK LAA/THAYA

IBAN AT83 3241 3000 0008 3824
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